Ein Festivalplan kann auf dem Bildschirm lückenlos aussehen und vor Ort trotzdem nicht funktionieren. Zwischen zwei Bühnen liegen Wege, Menschen und manchmal getrennte Zugangsbereiche. Planen Sie deshalb nicht nur Auftritte, sondern auch die Übergänge zwischen ihnen.
Drei Prioritäten statt einer vollständigen Sammlung
Markieren Sie zunächst wenige Auftritte, die Ihnen besonders wichtig sind. Ergänzen Sie anschließend mögliche weitere Programmpunkte. Wenn zwei Favoriten gleichzeitig stattfinden, entscheiden Sie vorher, ob ein Wechsel sinnvoll ist oder ob Sie einen Auftritt vollständig erleben möchten.
Ein halber Auftritt an jeder Bühne kann viel Weg und wenig Aufmerksamkeit bedeuten. Das ist nicht grundsätzlich falsch, sollte aber eine bewusste Entscheidung sein. Notieren Sie für jeden festen Programmpunkt Bühne und angekündigte Zeit, nicht nur den Namen des Acts.
Die Karte als Wegeplan lesen
Suchen Sie Eingänge, Toiletten, Wasserstellen soweit ausgewiesen und geeignete Treffpunkte. Prüfen Sie, ob bestimmte Bereiche eigene Zutrittsbedingungen haben. Die Luftlinie zwischen Bühnen ist kein verlässlicher Gehweg; Zäune und Besucherführung können Umwege erzeugen.
Verwenden Sie offizielle Lagepläne und aktuelle Veranstalterhinweise. Eine Karte eines früheren Jahres kann eine andere Geländeaufteilung zeigen. Für benötigte stufenfreie Wege oder besondere Zugangsmöglichkeiten ist die entsprechende Veranstaltungsinformation maßgeblich.
Planen Sie zwischen zwei wichtigen Auftritten Spielraum. Wenn ein Wechsel nur bei sofortigem Aufbruch und freiem Weg möglich wäre, ist er anfällig für jede Verzögerung. Eine Pause an einem passenden Ort kann mehr zum Tag beitragen als ein weiterer eng eingetakteter Programmpunkt.
Eine gemeinsame Grundabsprache treffen
In einer Gruppe müssen nicht alle durchgehend dasselbe sehen. Vereinbaren Sie, wann und wo Sie sich wiederfinden, und legen Sie einen Ersatztreffpunkt fest, falls ein Bereich nicht erreichbar ist. Verlassen Sie sich nicht ausschließlich auf Nachrichten, die bei schwachem Empfang verspätet ankommen können.
Halten Sie die wichtigsten Angaben auch ohne Verbindung verfügbar. Prüfen Sie vor Ort offizielle Änderungen und Durchsagen. Eine gespeicherte Planung bleibt ein Arbeitsstand; sie ersetzt keine aktuellen Anweisungen des Veranstalters.
Das Ende gehört zum Tagesplan
Prüfen Sie den Weg vom letzten Auftritt zum Ausgang und weiter zur Heimfahrt. Ein Ende auf der entferntesten Bühne kann andere Anforderungen schaffen als ein früherer Abschluss nahe dem Ausgang. Wenn Sie einen festen Anschluss benötigen, entscheiden Sie rechtzeitig, welcher Programmpunkt damit vereinbar ist. So bleibt die letzte Stunde Teil des Erlebnisses statt einer ungeplanten Hetze.
