Bei mehreren Generationen unterscheiden sich nicht nur Alter und Erfahrung. Auch Interessen, Lesetempo, Bewegungsmöglichkeiten und die Lust auf Wettbewerb können verschieden sein. Eine passende Aktivität berücksichtigt die tatsächlichen Personen, statt aus ihrem Alter automatisch Fähigkeiten oder Vorlieben abzuleiten.

Die unverzichtbaren Bedingungen sammeln

Fragen Sie nach konkreten Bedingungen: Muss alles im Sitzen möglich sein, sollen Texte groß lesbar sein oder braucht jemand mehr Zeit für eine Antwort? Diese Angaben lassen sich direkt in den Ablauf übersetzen. Eine pauschale Frage nach einem „seniorengerechten“ oder „kindgerechten“ Spiel ist weniger präzise.

Unterscheiden Sie notwendige Anpassung von persönlicher Vorliebe. Wer keine Wissensfragen mag, benötigt vielleicht eine andere Rolle oder ein anderes Format. Wer den Text nicht lesen kann, braucht zunächst eine zugängliche Darstellung, nicht einfach leichtere Fragen.

Eine gemeinsame Aufgabe unterschiedlich bearbeiten

Bei einer erfundenen Karte können einige zeichnen, andere Ortsnamen vorschlagen und andere eine Route erzählen. Alle tragen zur gleichen Welt bei, ohne dass jede Person dieselbe Fertigkeit zeigen muss. Rollen sollten wählbar und wechselbar bleiben.

Bei einem Quiz können Teams verschiedene Erfahrungen verbinden. Geben Sie Beratungszeit und achten Sie darauf, dass eine schnelle Person nicht jede Antwort übernimmt. Eine wechselnde Sprecherrolle kann helfen, sofern niemand dadurch zu einem unerwünschten Auftritt gedrängt wird.

Bei einer Suchaufgabe können Bildhinweise Text ergänzen. Gegenstände bleiben auf erreichbarer Höhe und die Suchfläche wird klar begrenzt. Die Schwierigkeit entsteht aus dem Rätsel, nicht aus unnötig schwierigen Wegen oder klein gedruckten Zetteln.

Rückmeldungen während des Spiels ernst nehmen

Eine vorbereitete Anpassung kann sich trotzdem als unpassend erweisen. Fragen Sie nach einer kurzen Proberunde, was geändert werden soll. Vielleicht braucht nicht das gesamte Spiel einen Wechsel, sondern nur die Zeitvorgabe oder die Lesbarkeit der Karten.

Achten Sie auch auf die Verteilung der interessanten Aufgaben. Eine Person dauerhaft nur Material halten zu lassen, ist nicht automatisch Beteiligung. Bieten Sie echte Entscheidungsmöglichkeiten an und akzeptieren Sie zeitweises Zuschauen. Gemeinsame Zeit wird nicht dadurch gleichwertig, dass alle ununterbrochen dieselbe Handlung ausführen.

Eine konkrete Anpassung ausprobieren

Angenommen, bei einer Bilderrunde erkennen einige die kleinen Ausdrucke schlecht. Vergrößern Sie zuerst die Bilder oder zeigen Sie sie einzeln näher, statt sofort den Inhalt zu vereinfachen. Bleibt die Aufgabe unpassend, können Beschreibungen hinzukommen oder die Rolle wechseln. Prüfen Sie jede Änderung mit der betroffenen Person. Eine gut gemeinte Anpassung ist erst dann hilfreich, wenn sie im tatsächlichen Ablauf funktioniert.